
BAUMBIOGRAPHIEN
Wald und Mensch in der mitteleuropäischen Kulturgeschichte
Veranstaltungsnummer F 16
Ausgehend vom Arboretum an der Waldhütte bei Höpfingen erwartet die Teilnehmer eine Wanderung durch die Kulturgeschichte des Waldes...
Das Bild des Odenwaldes wird geprägt von großen Nadelholzbeständen, insbesondere Kiefer und Fichte, und vereinzelten Laubholzbeständen. Dies war nicht immer so. Noch im 17. Jahrhundert war der
Odenwald ein lichter, von Buchen dominierter, Laubwald, der von der Bevölkerung als Weidewald genutzt werden konnte. Erst als man in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus Gründen des Holzbedarfs dazu
überging, schnell wachsende Nadelhölzer anzusäen, entwickelte sich der Odenwald zu seiner heutigen, dunklen Gestalt.
Doch nicht nur die Bedürfnisse des Menschen wirken auf den Wald ein, auch der Wald wirkt auf die Kultur zurück. Wegen des hohen Waldanteils in der Region, waren Berufe wie die Köhlerei, die
Aschenbrennerei oder auch die Saatgutpflege sehr weit verbreitet. Auch zahlreiche Sagen, die vom Wald handeln spiegeln die große Bedeutung der Bäume für das Madonnenländchen wider.
Bei einer Führung durch den Höpfinger Wald tauchen die Teilnehmer tief in die Geschichte des heimischen Waldes und seiner Nutzung durch den Menschen ein. Eine detaillierte Betrachtung verschiedener
regionaltypischer Baumarten steht dabei im Mittelpunkt. So wird nicht nur danach gefragt, wie bestimmte Bäume zu erkennen sind, sondern vor allem auch danach, wie die einzelnen Baumarten in der
Menschheitsgeschichte genutzt wurden, welche Mythen und Geschichten sich um die einzelnen Bäume ranken und welche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung die jeweiligen Sorten in der heutigen Zeit
haben.
Dauer: ca. 120 Minuten
Preis: 2,50 € pro Teilnehmer
Führungen und Wanderungen in Höpfingen-Waldstetten

ZWETSCHGEN, SAFT UND "QUETSCHEBLOOTZ"
Unterwegs in den Waldstettener Streuobstwiesen (mit Schnapsprobe)
Veranstaltungsnummer F 17
Bei einem Streifzug durch die Waldstettener Streuobstwiesen erfahren die Teilnehmer Interessantes aus der Geschichte des regionalen Obstbaus...
Bedingt durch die ungünstigen Bedingungen für Landwirtschaft in Odenwald und Bauland, setzten die Bauern der Region schon sehr früh auf alternative Wirtschaftsformen. Die bedeutendste darunter ist
der Obstbau mittels weit ausgedehnter Streuobstwiesen.
Bei einer Wanderung durch mehrere Streuobstwiesen um den idyllisch gelegenen Ort erfahren die Teilnehmer Interessantes aus der Geschichte des Obstbaus in der Region, den Techniken und Sorten und
der Flora und Fauna in den Streuobstwiesen. Bei einer Vesper und einer reichhaltigen Probe von zu 100% aus Höpfinger Obst produzierten Schnäpsten, Likören oder Säften können sich die Eindrücke
setzen.
Dauer: ca. 120 Minuten
Preis: 9,50 € pro Teilnehmer (inkl. reichhaltiger Schnaps-/Saftprobe)

ORCHIDEEN, HEILKRÄUTER & BLÜTENPRACHT
Wanderungen im Naturschutzgebiet Waldstetten
Veranstaltungsnummer F 20
Nicht nur in den Tropen gibt es Orchideen, sondern auch direkt vor Ihrer Haustür!
Gemeinsam mit einem Geopark Vor-Ort-Führer machen Sie sich auf die Suche nach den 17 seltenen Orchideenarten, die im Schutze des Naturschutzgebietes Waldstetten einen willkommenen Rückzugsraum
gefunden haben. Unter der fachkundigen Anleitung des Führers werden Sie lernen, verschiedene heimische Orchideen, wie das Knabenkraut oder den Ragwurz zu erkennen und zu benennen.
Alternativ bieten wir Ihnen eine Heilkräuterführung an, die Ihnen auf anschauliche Weise heimische Pflanzen, ihre Verwendungsformen sowie den Aberglauben hinter den Kräutern näher bringt. Oder sind
sie vielleicht an einer allgemeinen Führung durch das Naturschutzgebiet, ergänzt durch Fakten zur Geschichte und Kultur der Gegend um Waldstetten, interessiert? Letztere Führung ist ganzjährig
buchbar.
Ort: Waldstetten, Ortsausgang nach Bretzingen
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 2,50 € pro Teilnehmer
(Orchideenführungen: Mai/Juni; Kräuter- und allgemeine Führungen: von April bis September)
Geopark Bergstraße-Odenwald Informationszentrum Walldürn
